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Download
Als erstes muss der Source-Code fuer den Kernel heruntergeladen werden.
Die aktuellesten Kernel (und auch unstable Kernel) findet ihr auf
[2] Entpacken
Danach kopiert ihr das Archiv am besten nach /usr/src und entpackt es dort.
root@localhost /usr/src/ $ tar xzfv archivname.tar.gz
oder
root@localhost /usr/src/ $ tar xvfj archivname.tar.bz2
und benennt es um.
root@localhost /usr/src/ $ mv linux-2.x.xx linux
[3] Konfiguration
Nachdem ihr eueren Kernel entpackt und umbenannt habt wechselt ihr in das
Verzeichnis 'linux'.
Zur Konfiguration eures Kernels habt ihr drei Moeglichkeiten.
root@localhost /usr/src/linux/ $ make config
Ein dialogbasiertes Konfigurationsscript. Nicht zu empfehlen,
da es sehr unuebersichtlich ist.
root@localhost /usr/src/linux/ $ make menuconf
Von mir bevorzugte Variante, die ein grafisches Menue in einer Konsole zu
bieten hat.
Module mit einem '*' gezeichnet sind fest im Kernel implementiert.
Module mit einem 'M' werden als ladbare Module kompiliert,
make menuconfig benoetigt die ncurses-Bibliothek.
root@localhost /usr/Src/linux/ $ make xconfig
Grafische Konfiguration des Kernels. Benoetigt Tcl/Tk.
Es ist empfehlenswert, nur die Kernelmodule zu kompilieren,
die auch wirklich benoetigt werden.'lspci' und 'dmesg' sollten dabei
behilflich.
Die Konfigurationsdatei wird beim beenden nach '/usr/src/linux/.config'
gespeichert.
[4] Kompilieren des Kernels
Die naechsten 5 Befehle muessen lediglich eingegeben werden und beduerfen
keiner weiteren Erlaeuterung.
root@localhost /usr/src/linux/ $ make dep
root@localhost /usr/src/linux/ $ make clean
root@localhost /usr/src/linux/ $ make bzImage
root@localhost /usr/src/linux/ $ make modules
root@localhost /usr/src/linux/ $ make modules_install
[5] Installation des Kernels
Bevor der neue Kernel benutzt werden kann,
machen wir ein Backup des alten Kernels.
root@localhost /usr/src/linux/ $ cp /vmlinuz /vmlinuz.old
root@localhost /usr/src/linux/ $ cp /boot/map /boot/map.old
Danach kopieren wir neuen Kernel an die Stelle des alten.
root@localhost /usr/src/linux/ $ cp arch/i386/boot/bzImage /vmlinuz
root@localhost /usr/src/linux/ $ cp System.map /boot/map
Danach muessen wir noch unsere /etc/lilo.conf editieren,
dass wir den neuen, sowie den alten Kernel wahlweise booten koennen.
Es muessen folgende Zeilen eingefuegt werden:
-[snip]-
# Neuer Kernel
image = /vmlinuz
label = neuer_kernel
# Backup-Kernel:
image = /vmlinuz.old
label = alter_kernel
-[snip]-
Danach noch
root@localhost /usr/src/linux/ $ /sbin/lilo
und das System kann mit neuem Kernel neugestartet werden.
root@localhost /usr/src/linux/ $ shutdown -r now
Sollten irgendwelche Probleme auftreten,
so gibt die /var/log/messages aufschluss darueber.
[6] Resources/Links
Linux-Kernel Source:
http://kernel.org
Debian:
http://debian.org |